Archiv der Kategorie: Mac

AppleMail zeigt falsche Anzahl ungelesener oder markierter E-Mails an

Ich hatte hier vor einiger Zeit mal das Problem, dass ich bei AppleMail plötzlich immer eine bestimmte E-Mail als ungelesen angezeigt bekommen habe, obwohl diese selbst keine „ungelesen“ Markierung mehr hat. Folgender Eintrag aus Apples Supportcommunity hat mir dann weitergeholfen:

Guess what, i have the answer. go into the library folder in lion they make it so you cant see this folder. to get into it, go to your „go“ menu from finder with the option button held down and go to library, then go to mail, then go to the folder V2, then go to the folder „maildata“. move three files to your desktop or anywhere out of the way: „Envelope Index“, „Envelope index-shm“ and „envelope index-wal“. then re-start mail. it should fix the whole problem. It worked for me. after this, you can delete the old files from wherever you put them.

via Phantom unread emails: Mail shows 5 unread mess… | Apple Support Communities.

SAT-Streamer mit RaspberryPi, MLD und Mac OS X

Ich wollte meinem RaspberryPi immer mal wieder eine neue Aufgabe geben und hatte nie Zeit dafür oder auch keine konkrete Anforderung. Was ich aber immer schon mal vor hatte, war es, die Signale meiner Sat-Anlage ins Netzwerk zu streamen.

Mein Sat-Receiver – ein Kathrein UFS-913 – kann dies schon. Und da er zwei Tuner hat, kann auch ein Teilnehmer fernsehen und ein anderer ein anderes Programm streamen. Je nachdem, welcher Transponder auf dem jeweiligen Tuner aktiv ist, geht sogar noch eine Aufnahme oder ein zweiter Stream.

Meine Sat-Anlage (Astra 19,2E) wird über einen Multischalter in verschiedene Räume verteilt. Natürlich könnte ich jetzt in jedem Raum einen Fernseher mit einem entsprechenden Tuner installieren. Das ist aber nicht mehr zeitgemäß:

Meine Tochter hat nur z.B. noch einen PC mit dem sie ab und zu auf den Stream des UFS-913 zugreift und sonst Streamingdienste nutzt

Bevor ich den UFS-913 gekauft habe, war die zusätzliche Anschaffung eines elgato netstream sat immer mal wieder in der Diskussion. Mir erschien diese Variante aber immer zu teuer.

Was lag nun näher, als dem RaspberryPi die Aufgabe zu geben, die DVB-S2 Signale ins interne Netz zu streamen.

Die Lösung: MLD

Zitat aus der MLD Webseite:

Die MLD bietet eine einfache Möglichkeit einen PC in eine Multimedia Zentrale auf der Basis des Video Disk Recorder (VDR) von Klaus Schmidinger zu verwandeln.

Was bietet dieser digitale Videorekorder auf Linux-Basis:

  • Fernsehen
  • zeitgesteuerte Aufnahmen und
  • zeitversetzte Wiedergabe (Timeshifting)
  • Abspielen von DVDs und MP3s,
  • Programmierung und Konfiguration per Browser,
  • und vieles mehr

Und seit neuestem gibt es vom MLD auch eine Edition für den Raspberry PI

Zunächst einmal fand ich hier eine grundsätzliche Anleitung zur Installation der MLD auf dem Raspberry. Im Wesentlichen konnte ich dieses Vorgehen übernehmen, musste aber an einigen Stellen noch nacharbeiten, doch dazu später mehr.

Neben dem Raspberry PI (den ich schon hatte) braucht man noch einen DVB-S(2) USB Receiver. Im Netz findet man häufig die Receiver von Sundtek, die für linuxtv geeignet sind, mir aber viel zu teuer waren. Ich bin dann nach einiger Recherche auf den DVBSky S960 gestoßen, der beim Amazon bereits für unter 50 EUR zu haben war.

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DVBSky S960

Da in der MLD grundsätzlich ein VDR werkelt, der laut dieser Webseite mit dem DVBSky S960 klar kommt, habe ich einfach mal zugeschlagen.

Geliefert wird der DVBSky S960 mit Netzteil (Vorteil, weil man am Raspberry dann nicht noch einen aktiven USB-Hub braucht), USB-Kabel, Fernbedienung (kann ich sicher noch für andere Projekte brauchen) und einer Mini-CD mit Treibern und Software. In dem Zusammenhang: In meinem Haushalt gibt es kein CD-ROM Laufwerk mehr, in dem diese Mini-CDs verwendet werden können. Das hätte man sich als Hersteller auch sparen können. Aber die Herstellerseite bietet auch alles zum Download an. Gut so!

Wir benötigen eine FAT32 formatierte SD-Karte mit einer Größe von mindestens 4GB.  Da ich auf einem Mac arbeite, starte ich das Festplattendienstprogramm und lösche die erkannte Karte mit dem FAT-Dateiformat:

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 20.52.15

Dann laden wir die MLD in der Server Version hier herunter

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 21.01.27
Das Image für einen Streamingserver

… und entpacken dieses.

Wenn beim RaspberryPi eine MPEG2-Lizenz vorliegt, kann man diese bereits jetzt in die config.txt eintragen in dem die Zeile mit der MPEG2-Lizenz hinzugefügt wird (nur als Beispiel!):

Alle enthaltenen Dateien markieren wir im Finder und kopieren diese auf die SD-Karte:

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 20.56.41
Inhalt der SD-Karte

Mit dieser SD-Karte im RaspberryPi starten wir diesen. MLD bringt in der Server-Version einen SSH-Server und einen DHCP-Client mit. Nun gilt es herauszufinden, welche IP-Adresse der RaspberryPi mit dieser Karte nun hat. Im Falle einer Fritzbox als Router im Heimnetz können wir diese recht einfach über die Weboberfläche der Fritzbox finden. Unter „Heimnetz“ -> „Netzwerk“ finden wir einen Eintrag ähnlich diesem hier

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 21.10.00

Wir können den RaspberryPi nun entweder unter seinem DNS-Namen (hier MLD_SERVER) oder seiner IP-Adresse (hier 192.168.178.113) ansprechen und eine SSH-Verbindung aufbauen. Wir starten das Terminal und geben folgendes ein:

Eventuell muss man die SSH-Verbindung noch bestätigen (mit „yes“)

Das Standardpasswort ist „root“ (kann später geändert werden, wenn der Raspberry mit MLD auch über das Internet erreicht werden soll).

Dann landen wir auf der MLD_SERVER Konsole und können mit „install“ die Installation des MLD auf der SD-Karte durchführen und den RaspberryPi neu starten:

Nach dem Reboot und erneuter Verbindung per SSH konfigurieren wir ein paar Pakete mit dem MLD-Package Manager opkg:

Wichtig sind die ersten zwei Zeilen. Trotzdem gab es bei mir ein paar Fehler (ntp-client z.B. wurde nicht gefunden), die ich aber zunächst ignoriert habe.

Sollte der vdr nun breits laufen, stoppen wir diesen mit

Nun prüfen wir, ob der DVBSky S960 vom Betriebssystem erkannt wurde:

Die Ausgabe dieses Befehls sollte in etwa so aussehen:

Die Standard Installation des vdr bringt ein paar vordefinierte Kanallisten mit. Diese sind im Verzeichnis /etc/vdr/channels/ zu finden.

Wir bearbeiten die /etc/rc.config und ändern die Kanalliste:

Dann starten wir den vdr

Jetzt rufen wir am Mac folgende URL auf:

http://MLD_SERVER:3000/channels.html

Dann sollte folgendes Bild erscheinen

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 22.58.12
Funktionierender Streamdev-Server

Wenn das erfolgreich ist, kann der Spaß weitergehen: Im zweiten Teil zu diesem Thema.