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Mit fhem, Harmony Hub und Sonoff Pow den Stromverbrauch senken (und messen)

Hier möchte ich euch mal mitteilen, wie ich meine Multimedia-Anlage dazu bringe, sich komplett ab- bzw. wieder einzuschalten, je nachdem, welche Aktivität in der Harmony gerade läuft oder eben nicht mehr läuft.

>>Kritik-Mode-ON<< Wie immer gibt es leider im fhem-wiki dazu nur uralt-Beiträge und auch das Forum ist nur bedingt hilfreich, weil man sich durch etliche Beiträge durchkämpfen muss, bevor man etwas brauchbares findet. >>Kritik-Mode-Off<<

Wie im Titel erwähnt, handelt es sich um einen Beitrag zur Hausautomatisierungssoftware „fhem“. Daher sind alle Befehle, die in diesem Beitrag stehen, fhem-spezifisch und es wird vorausgesetzt, dass beim Weiterlesen fhem-spezifische Begriffe (Device, DoIf, Readings etc…) verstanden werden. Das Prinzip kann aber sicherlich auf andere Hausautomatisierungssysteme übertragen werden.

Nun zum Thema.

Mein Hardware-Setup sieht folgendermaßen aus:

  • RaspberryPi 3 für fhem
  • Sonoff Pow (mit Tasmota)
  • Amazon Dash Button
  • Logitech Harmony Hub
  • Philips Ambilight TV
  • Onkyo-Receiver
  • Magnat Surround-Boxen (mit aktivem Subwoofer)

Lässt man mal den RaspberryPi und den Sonoff Pow weg, komme ich auf einen Stromverbrauch von etwa 160 W wenn der TV, der Receiver und der Subwoofer eingeschaltet sind. Im Standby verbrauchen diese etwa 52 W(!). Das liegt zum größten Teil am Onkyo und dem Subwoofer.

Also liegt es nahe, den Stromverbrauch auf ca. 0 W zu senken, wenn die Multimedia-Anlage nicht in Betrieb ist.

Voraussetzung im Harmony Hub

  • Ein zusätzliches dummy Gerät beliebiger Art ist angelegt (gebt einfach als Hersteller „dummy“ und als Modellnummer „dummy“ ein und legt das Gerät dann an. Hauptsächlich es kennt die Befehle „PowerOn“ und „PowerOff“).
  • Dem Gerät eine Einschaltverzögerung von ca. 15 sec. geben.
  • Die Betriebseinstellung für dieses Gerät auf „Immer eingeschaltet lassen“ stellen
  • In der Sequenz „Befehle für Aktionsstart“ aller Aktivitäten, dieses Gerät als erstes hinzufügen mit dem Befehl „Power On“
  • In der Sequenz „Befehle für Aktionsende“ aller Aktivitäten, dieses Gerät als letztes hinzufügen mit dem dem Befehl „Power Off“

Voraussetzung in fhem

  • harmony device (in meinem Fall „WZ.Harmony“ genannt)
  • Tasmota_Device (von Matthias Kleine) device (in meinem Fall „WZ.Multimedia“ genannt)
  • dash_dhcp Device für den Amazon dash_button (in meinem Fall „DashButton“ genannt)

Nun kann folgendes DoIf in fhem angelegt werden

Attribute, wie „do always“ etc. bitte weglassen!

Kurze Erklärung: Immer dann, wenn das Reading „currentActivity“ des Devices „WZ.Harmony“ den Wert „PowerOff“ bekommt, dann wartet fhem 20 Sekunden und sendet dann den Befehl „OFF“ an das Device „WZ.Multimedia“. Das gibt den an der Aktivität beteiligten Geräten genug Zeit, sich vernünftig in den StandBy-Betrieb zu schalten. Wenn das Reading „currentActivity“ nicht „PowerOff“ ist, dann wird direkt ein „ON“ an das Device „WZ.Multimedia“ gesendet. Die im Harmony-Gerät „Sonoff“ definierte Einschaltverzögerung, gibt den an der Aktivität beteiligten Geräten genug „Vorlaufzeit“, um auf den eigentlichen Einschaltbefehl in der Startsequenz reagieren zu können. Der Onkyo und der Philips TV brauchen halt eine gewisse Zeit, bis Sie auf Befehle des Harmony Hubs reagieren, nachdem Sie mit Strom versorgt werden.

Mit der Einschaltverzögerung und dem sleep-Wert im DoIf kann man sicher noch experimentieren.

Und wie spare ich nun Strom?

Erstmal reduziert sich der Stromverbrauch um etwa 50 W, wenn der Harmony Hub die Aktivität „PowerOff“ ausführt. Zudem schlafe ich sehr gerne vor der Glotze ein und dann wache ich morgens auf und die komplette Nacht hindurch hat die Anlage Strom verbraucht 🙁

Und jetzt kommt der DashButton ins Spiel:

Folgendes zusätzliches DoIf sorgt dafür, dass der Sleeptimer im Harmony Hub gesetzt wird, wenn ich den DashButton drücke:

Wichtig hierbei ist, dass im DoIf das Attribut „do“ auf „always“ gesetzt wird. Nur damit wird erreicht, dass bei einem erneuten Drücken des DashButtons, der Sleeptimer wieder auf 60 Minuten gesetzt wird. Während ich also zum ersten Mal den Button gedrückt habe, wird der Sleeptimer auf 60 Minuten gesetzt. Nach 60 Minuten wird die Aktivität „PowerOff“ gestartet und damit wird über den Sonoff nach weiteren 20 Sekunden die Anlage komplett abgeschaltet. Schaffe ich es, den Button innerhalb der 60 Minuten mindestens ein weiteres Mal zu drücken, bleibt die Anlage wieder für 60 Minuten an und der Vorgang wiederholt sich.

Und jetzt noch ein paar Worte außerhalb des eigentlichen Themas:

Vielen Dank an die fhem-Forum Benutzer Byte09, justme1968 sowie an Matthias Kleine für das Entwickeln des Tasmota_Device und die genialen Beiträge auf seiner Site und an alle fhem-Forum User, die mit konstruktiven Beiträgen im fhem-Forum behilflich sind, anderen Nutzern lösungsorientiert zu helfen. Kein Dank geht an Alle, die nur auf die angebliche Faulheit der fhem-Forum Benutzer schimpfen, sich selbst Wissen anzulesen und an diejenigen, die auf die CommandRef oder das fhem-Wiki verweisen, weil sie einfach nur mit ihren Wissensvorsprung angeben wollen und nicht wirklich daran interessiert sind, anderen Menschen zu helfen.

Der Programmierer

Ein Programmierer kommt in den Himmel.

An der Pforte begrüßt ihn Petrus.

Dort hängen auch ganz viele Uhren unter denen jeweils der Name einer Firma steht.

Der Programmierer schaut sich die Uhren an. Jede der Uhren hat nur einen Zeiger. Bei manchen Uhren geht der Zeiger schneller, bei manchen langsamer.

Er fragt Petrus, was das bedeutet.

Petrus sagt: „Jedes mal, wenn ein Programmierer einen Fehler macht, springt der Zeiger eine Stelle weiter“.

Der Programmierer betrachtet die Uhren genauer und fragt dann: „Wo ist denn die Microsoft-Uhr?“

Darauf Petrus: „Die hängt in der Hölle und dient dort als Ventilator!“

Liebe Raser und Drängler

Normalerweise habe ich etwas gegen Auto-Aufkleber wie z.B. „Kevin on Board“, die Weissagung der Cree, Stuttgart 21 oder gar den Christenfisch. Aber es schwebt mir immer mal wieder eine Idee für genau so eine Art Aufkleber durch den Kopf, wenn ich auf bundesdeutschen Autobahnen unterwegs bin. Die grafische Umsetzung überlasse ich entweder Anderen oder mache das irgendwann selbst. Wichtig ist mir der Inhalt der Message an alle Idioten da draußen:

Stellt euch vor, in einer Tempo 100 Zone kann jemand folgenden Text auf einem Aufkleber am Heck eueres Autos lesen:

„Liebe Raser und Drängler:
Selten WILL ich nicht schneller,
manchmal KANN ich nicht schneller,
aber meistens DARF ich nicht schneller fahren“

Darf gerne in dieser oder ähnlicher Form mal auf einem Auto gesehen werden.

SAT-Streamer mit RaspberryPi, MLD und Mac OS X Teil2

Hier nun der zweite Teil zum Thema.

Ich gehe davon aus, dass die Installation der MLD auf dem RaspberryPi erfolgreich war.

Mittlerweile bin ich auf OS X 10.10. (Yosemite) und alles funktioniert immer noch. Das ist erstmal positiv.

Ich nutze easystream am Mac. Wir finden dieses hier:

http://www.sigvdr.de/Software/EasyStream/EasyStream.html

Dort findet man derzeit folgenden Eintrag:

EasyStream Rev. 0.6-18

  • Dank Stefan und trummerjo gibt es neue Versionen für MacOSX

Die passende Version für das jeweilige System laden wir uns runter und installieren das auf dem Mac.

Einstellungen nur kurz:

IP Adresse/Name: mld_server
&Port(SDVRP): 6149
Port(Streaming): 3000
Empfangskarten: 1 Plugin „vdrinfo“ nutzen (Haken setzen)

Dann sollte man easystream nutzen können.

Bei mir funktioniert das ohne Probleme, auch wenn ich den MLD des RaspberryPi mehr als eine Woche nicht benutzt habe.

In Teil 3 zeige ich, wie man am Mac mit easystream und dem MLD Aufnahmen planen und wiedergeben kann.

AppleMail zeigt falsche Anzahl ungelesener oder markierter E-Mails an

Ich hatte hier vor einiger Zeit mal das Problem, dass ich bei AppleMail plötzlich immer eine bestimmte E-Mail als ungelesen angezeigt bekommen habe, obwohl diese selbst keine „ungelesen“ Markierung mehr hat. Folgender Eintrag aus Apples Supportcommunity hat mir dann weitergeholfen:

Guess what, i have the answer. go into the library folder in lion they make it so you cant see this folder. to get into it, go to your „go“ menu from finder with the option button held down and go to library, then go to mail, then go to the folder V2, then go to the folder „maildata“. move three files to your desktop or anywhere out of the way: „Envelope Index“, „Envelope index-shm“ and „envelope index-wal“. then re-start mail. it should fix the whole problem. It worked for me. after this, you can delete the old files from wherever you put them.

via Phantom unread emails: Mail shows 5 unread mess… | Apple Support Communities.

SAT-Streamer mit RaspberryPi, MLD und Mac OS X

Ich wollte meinem RaspberryPi immer mal wieder eine neue Aufgabe geben und hatte nie Zeit dafür oder auch keine konkrete Anforderung. Was ich aber immer schon mal vor hatte, war es, die Signale meiner Sat-Anlage ins Netzwerk zu streamen.

Mein Sat-Receiver – ein Kathrein UFS-913 – kann dies schon. Und da er zwei Tuner hat, kann auch ein Teilnehmer fernsehen und ein anderer ein anderes Programm streamen. Je nachdem, welcher Transponder auf dem jeweiligen Tuner aktiv ist, geht sogar noch eine Aufnahme oder ein zweiter Stream.

Meine Sat-Anlage (Astra 19,2E) wird über einen Multischalter in verschiedene Räume verteilt. Natürlich könnte ich jetzt in jedem Raum einen Fernseher mit einem entsprechenden Tuner installieren. Das ist aber nicht mehr zeitgemäß:

Meine Tochter hat nur z.B. noch einen PC mit dem sie ab und zu auf den Stream des UFS-913 zugreift und sonst Streamingdienste nutzt

Bevor ich den UFS-913 gekauft habe, war die zusätzliche Anschaffung eines elgato netstream sat immer mal wieder in der Diskussion. Mir erschien diese Variante aber immer zu teuer.

Was lag nun näher, als dem RaspberryPi die Aufgabe zu geben, die DVB-S2 Signale ins interne Netz zu streamen.

Die Lösung: MLD

Zitat aus der MLD Webseite:

Die MLD bietet eine einfache Möglichkeit einen PC in eine Multimedia Zentrale auf der Basis des Video Disk Recorder (VDR) von Klaus Schmidinger zu verwandeln.

Was bietet dieser digitale Videorekorder auf Linux-Basis:

  • Fernsehen
  • zeitgesteuerte Aufnahmen und
  • zeitversetzte Wiedergabe (Timeshifting)
  • Abspielen von DVDs und MP3s,
  • Programmierung und Konfiguration per Browser,
  • und vieles mehr

Und seit neuestem gibt es vom MLD auch eine Edition für den Raspberry PI

Zunächst einmal fand ich hier eine grundsätzliche Anleitung zur Installation der MLD auf dem Raspberry. Im Wesentlichen konnte ich dieses Vorgehen übernehmen, musste aber an einigen Stellen noch nacharbeiten, doch dazu später mehr.

Neben dem Raspberry PI (den ich schon hatte) braucht man noch einen DVB-S(2) USB Receiver. Im Netz findet man häufig die Receiver von Sundtek, die für linuxtv geeignet sind, mir aber viel zu teuer waren. Ich bin dann nach einiger Recherche auf den DVBSky S960 gestoßen, der beim Amazon bereits für unter 50 EUR zu haben war.

DSC06825
DVBSky S960

Da in der MLD grundsätzlich ein VDR werkelt, der laut dieser Webseite mit dem DVBSky S960 klar kommt, habe ich einfach mal zugeschlagen.

Geliefert wird der DVBSky S960 mit Netzteil (Vorteil, weil man am Raspberry dann nicht noch einen aktiven USB-Hub braucht), USB-Kabel, Fernbedienung (kann ich sicher noch für andere Projekte brauchen) und einer Mini-CD mit Treibern und Software. In dem Zusammenhang: In meinem Haushalt gibt es kein CD-ROM Laufwerk mehr, in dem diese Mini-CDs verwendet werden können. Das hätte man sich als Hersteller auch sparen können. Aber die Herstellerseite bietet auch alles zum Download an. Gut so!

Wir benötigen eine FAT32 formatierte SD-Karte mit einer Größe von mindestens 4GB.  Da ich auf einem Mac arbeite, starte ich das Festplattendienstprogramm und lösche die erkannte Karte mit dem FAT-Dateiformat:

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 20.52.15

Dann laden wir die MLD in der Server Version hier herunter

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 21.01.27
Das Image für einen Streamingserver

… und entpacken dieses.

Wenn beim RaspberryPi eine MPEG2-Lizenz vorliegt, kann man diese bereits jetzt in die config.txt eintragen in dem die Zeile mit der MPEG2-Lizenz hinzugefügt wird (nur als Beispiel!):

Alle enthaltenen Dateien markieren wir im Finder und kopieren diese auf die SD-Karte:

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 20.56.41
Inhalt der SD-Karte

Mit dieser SD-Karte im RaspberryPi starten wir diesen. MLD bringt in der Server-Version einen SSH-Server und einen DHCP-Client mit. Nun gilt es herauszufinden, welche IP-Adresse der RaspberryPi mit dieser Karte nun hat. Im Falle einer Fritzbox als Router im Heimnetz können wir diese recht einfach über die Weboberfläche der Fritzbox finden. Unter „Heimnetz“ -> „Netzwerk“ finden wir einen Eintrag ähnlich diesem hier

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 21.10.00

Wir können den RaspberryPi nun entweder unter seinem DNS-Namen (hier MLD_SERVER) oder seiner IP-Adresse (hier 192.168.178.113) ansprechen und eine SSH-Verbindung aufbauen. Wir starten das Terminal und geben folgendes ein:

Eventuell muss man die SSH-Verbindung noch bestätigen (mit „yes“)

Das Standardpasswort ist „root“ (kann später geändert werden, wenn der Raspberry mit MLD auch über das Internet erreicht werden soll).

Dann landen wir auf der MLD_SERVER Konsole und können mit „install“ die Installation des MLD auf der SD-Karte durchführen und den RaspberryPi neu starten:

Nach dem Reboot und erneuter Verbindung per SSH konfigurieren wir ein paar Pakete mit dem MLD-Package Manager opkg:

Wichtig sind die ersten zwei Zeilen. Trotzdem gab es bei mir ein paar Fehler (ntp-client z.B. wurde nicht gefunden), die ich aber zunächst ignoriert habe.

Sollte der vdr nun breits laufen, stoppen wir diesen mit

Nun prüfen wir, ob der DVBSky S960 vom Betriebssystem erkannt wurde:

Die Ausgabe dieses Befehls sollte in etwa so aussehen:

Die Standard Installation des vdr bringt ein paar vordefinierte Kanallisten mit. Diese sind im Verzeichnis /etc/vdr/channels/ zu finden.

Wir bearbeiten die /etc/rc.config und ändern die Kanalliste:

Dann starten wir den vdr

Jetzt rufen wir am Mac folgende URL auf:

http://MLD_SERVER:3000/channels.html

Dann sollte folgendes Bild erscheinen

Bildschirmfoto 2014-09-22 um 22.58.12
Funktionierender Streamdev-Server

Wenn das erfolgreich ist, kann der Spaß weitergehen: Im zweiten Teil zu diesem Thema.

Making of LiquidClock Part 2

Hier kommt nun der zweite Teil des Making Of LiquidClock. Besonders viel ist nicht mehr passiert, außer dass ich dank DHL etwas länger auf die Frontfolie warten musste.

Ich hatte früher auf meinem R4 ein orangenes Tape auf dem Stand:

„Nicht werfen, vor Nässe schützen!“

Vielleicht sollte man das bei DHL wieder einführen, damit die sorgsamer mit meinem Eigentum umgehen.

Wie versprochen, hier ein paar Fotos und auch ein Video der fertigen LiquidClock.

Hier kann man noch einmal schön die weggeklappte PE-Platte sehen.
Hier kann man noch einmal schön die weggeklappte PE-Platte sehen
Hier die Uhr im Nachtmodus
Hier die Uhr im Nachtmodus
Girlie style: Die Stunden sind lila, die Minuten orange und die Sekunden gelb.
Girlie style: Die Stunden sind lila, die Minuten orange und die Sekunden gelb.

Die Uhr habe ich meiner Tochter zum 18. Geburtstag geschenkt.

Herzlichen Glückwunsch vom Papa!